Über mich

Wenn mich jemand fragt, was ich mache, komme ich mit einer einzigen Berufsbezeichnung nicht aus. Bundestrainer. Fotograf. Dozent. Unternehmer. Auf den ersten Blick wirkt das wie vier verschiedene Leben. Für mich ist es eines — verbunden durch eine Haltung, die alles zusammenhält: Ich vertrete nichts, das ich nicht durchdrungen habe, und ich gebe nichts weiter, was ich nicht selbst lebe.

Der rote Faden

Ich glaube, dass man etwas erst wirklich verstanden haben muss, bevor man dahinterstehen kann. Und erst wenn man dahintersteht, kann man es glaubwürdig weitergeben. Diese Überzeugung ist kein nachträglich gefundenes Motto, sondern die Art, wie ich seit jeher arbeite.

Ich konnte digitales Storytelling nicht unterrichten, ohne visuelles Erzählen selbst bis auf den Grund durchdrungen zu haben. Ich konnte Freediving nicht lehren, ohne die Essenz des Trainings zuvor verinnerlicht zu haben. In der Theorie sehe ich den Erkenntnisgewinn, in der Praxis den Mehrwert — und ich traue keiner der beiden, solange ich sie nicht selbst erprobt habe. Das macht meinen Weg manchmal umständlicher, als er sein müsste. Aber es ist der einzige, der sich für mich ehrlich anfühlt.

Woher ich komme

Im Wasser bin ich seit rund dreißig Jahren zu Hause, mit der Kamera seit etwa zwanzig. Vieles andere in meinem Leben nahm 2004 seinen Anfang — und zwar gleich doppelt. Im selben Jahr gründete ich die Adversum IT Solutions KG und machte meinen Freediving-Instructor, als einer der Ersten in Deutschland. Zwei Welten, die die meisten für unvereinbar halten würden: Unternehmertum und Tiefe, Strategie und ein einziger Atemzug. Für mich gehörten sie von Anfang an zusammen.

Ein Jahr später, 2005, folgte die Gründung meiner Unternehmensberatung, die heute als Adversum GmbH firmiert. Seither begleite ich Unternehmen mit klarer, nachvollziehbarer IT-Strategieberatung — mit einem Schwerpunkt auf Prozessautomatisierung. Über zwanzig Jahre Erfahrung im Verstehen komplexer Systeme und im Übersetzen zwischen Technik und Mensch stecken in dieser Arbeit. Die Adversum IT Solutions KG gibt es bis heute — unter ihrem Dach läuft auch die Freedive Academy. Auch das ein Sinnbild dafür, wie eng bei mir Wirtschaft und Wasser miteinander verwoben sind.

Zwischen Wasser, Bühne und Kamera

Als Bundestrainer Apnoe im Verband Deutscher Sporttaucher bereite ich die deutsche Nationalmannschaft auf Weltmeisterschaften vor. Es ist eine Arbeit, die zu einem großen Teil außerhalb des Wassers stattfindet: Vertrauen aufbauen, Menschen verstehen, den Rahmen schaffen, in dem andere über sich hinauswachsen. Bei der Weltmeisterschaft 2026 in Novi Sad holte unsere Mannschaft 17 Medaillen über alle Altersgruppen hinweg — für mich der Beweis, dass es nicht um einzelne Talente geht, sondern um eine Struktur, in der jeder er selbst sein kann.

Als Fotograf arbeite ich unter und über Wasser — bei Expeditionen, im Wettkampfumfeld, unterwegs. Ich dokumentiere nicht das perfekt inszenierte Bild, sondern das echte Leben rund um die Dinge, die mir wichtig sind. Für 2027 bereite ich eine Expedition zu einem Wrack vor der kroatischen Küste vor, dessen Herkunft bis heute ungeklärt ist — ein Projekt, das Recherche, Geduld und langformatiges Erzählen verlangt.

Und als Dozent gebe ich weiter, was ich unterwegs gelernt habe: an der Hochschule, in der Trainerausbildung, in Vorträgen und Workshops. Nicht, damit Menschen mir glauben, sondern damit sie verstehen — so tief, dass sie es irgendwann selbst weitergeben können.

Klar vor laut

Über all dem steht ein Grundsatz, der für mich mehr ist als ein Leitspruch: Klar vor laut. Substanz vor Inszenierung. In einer Zeit, die auf Aufmerksamkeit optimiert ist, halte ich das für eine bewusste Entscheidung. Ich will nicht der Lauteste sein. Ich will der sein, bei dem das, was man sieht, auch trägt.

Wenn Sie mit mir arbeiten möchten — als Marke, als Veranstalter, als Team oder für ein gemeinsames Projekt — dann geht es mir immer um dasselbe: echte Zusammenarbeit auf der Grundlage von echtem Verständnis. Alles andere wäre nur Weiterreichen. Und Weiterreichen ist nicht mein Weg.

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